Open Banking bei Sportwetten: Wie PSD2 und API-Zahlungen das Wetten verändern

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Open Banking und Sportwetten: Warum diese Technologie den Markt prägt
Wenn ich mit Wettenden über ihre Zahlungsmethode spreche, antworten die meisten: „Ich nutze Trustly“ oder „Ich zahle per Banküberweisung.“ Kaum jemand sagt: „Ich nutze Open Banking.“ Dabei ist genau das der Fall. Trustly, Pay by Bank, Direktüberweisung – all diese Begriffe beschreiben im Kern dasselbe: Open Banking. Eine Technologie, die den gesamten Zahlungsverkehr im Sportwettenbereich umkrempelt, ohne dass die meisten Nutzer ihren Namen kennen.
Der Markt für Open Banking wird auf 24,75 Milliarden Dollar im Jahr 2025 geschätzt, mit einem jährlichen Wachstum von über 27 Prozent. Das ist kein Nischensegment – das ist eine fundamentale Verschiebung in der Art, wie Geld im Internet bewegt wird. Für den Sportwettenbereich hat das besondere Bedeutung, weil die Branche auf schnelle, sichere und regulierungskonforme Zahlungen angewiesen ist. Open Banking liefert alle drei.
PSD2 und die rechtliche Grundlage für Open Banking
PSD2 – die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie – ist der juristische Rahmen hinter Open Banking. Seit 2018 verpflichtet diese Richtlinie europäische Banken, ihre Schnittstellen für lizenzierte Drittanbieter zu öffnen. Das klingt technisch, hat aber eine revolutionäre Konsequenz: Zahlungsdienstleister wie Trustly können direkt auf Ihr Bankkonto zugreifen – mit Ihrer Zustimmung – und Überweisungen in Ihrem Namen initiieren.
Vor PSD2 war das undenkbar. Wenn Sie eine Online-Überweisung tätigen wollten, mussten Sie sich in Ihr Online-Banking einloggen, die Empfängerdaten manuell eingeben und die Überweisung abschicken. PSD2 hat diesen Prozess automatisiert: Sie autorisieren die Zahlung einmal, und der Zahlungsdienstleister erledigt den Rest. Die Bank muss den Zugriff ermöglichen – sie kann ihn nicht blockieren, solange der Drittanbieter lizenziert ist.
Für Sportwettende in Österreich bedeutet PSD2: Die rechtliche Grundlage dafür, dass Trustly-Einzahlungen funktionieren, ist EU-weit verankert. Keine österreichische Bank kann sich weigern, die PSD2-Schnittstelle anzubieten – sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Das erklärt, warum Trustly bei praktisch allen großen österreichischen Banken verfügbar ist.
Wichtig zu verstehen: PSD2 verlangt eine „starke Kundenauthentifizierung“ – Strong Customer Authentication, kurz SCA. Das ist der Grund, warum Sie bei jeder Trustly-Zahlung eine TAN eingeben müssen. Es ist kein Sicherheitstheater, sondern eine gesetzliche Anforderung, die sicherstellt, dass niemand ohne Ihre Zustimmung auf Ihr Konto zugreift. Zwei von drei Faktoren müssen bestätigt werden: Wissen (Passwort), Besitz (Handy mit TAN-App) und Inhärenz (Fingerabdruck). In der Praxis bedeutet das: Passwort plus TAN – und damit ist die regulatorische Hürde erfüllt.
Ein Detail, das oft übersehen wird: PSD2 schreibt auch vor, dass Drittanbieter wie Trustly keinen Zugriff auf Ihre Zugangsdaten haben dürfen. Der Login bei Ihrer Bank läuft direkt über die Banken-API, nicht über Trustly-Server. Trustly sieht weder Ihr Passwort noch Ihre PIN. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu älteren Zahlungsmethoden, bei denen der Nutzer seine Bankdaten tatsächlich an einen Drittanbieter weitergeben musste.
A2A-Zahlungen: Wie Trustly als Open-Banking-Anbieter arbeitet
A2A steht für Account-to-Account – also eine Zahlung direkt von Ihrem Bankkonto zum Konto des Empfängers, ohne Zwischenstation über ein Kartennetzwerk, ein E-Wallet oder einen anderen Intermediär. Das unterscheidet Open-Banking-Zahlungen fundamental von Kreditkartenzahlungen oder PayPal-Transaktionen, bei denen immer ein Mittelsmann mit eigenen Gebühren und Regeln dazwischensitzt.
Trustly ist einer der größten A2A-Zahlungsanbieter in Europa. Das Unternehmen hat im Jahr 2025 erstmals über 100 Milliarden Dollar an Gesamttransaktionsvolumen verarbeitet – ein Meilenstein, der zeigt, wie weit die Technologie gediehen ist. In Europa nutzen geschätzt 64 Millionen Menschen Pay-by-Bank-Dienste, und diese Zahl wächst jährlich um mehr als 30 Prozent.
Ross McFerrin, VP of Enterprise Growth bei Trustly, prognostizierte 2025 als „break-out year for Pay by Bank“ und kündigte an, dass Händler „interesting ways to drive adoption“ einführen würden. Im Sportwettenbereich sehe ich diese Adoption bereits: Immer mehr Anbieter platzieren Trustly und andere Open-Banking-Lösungen prominent im Kassenbereich – manchmal sogar vor den klassischen Kreditkartenoptionen.
Für Sportwettende hat A2A einen entscheidenden Vorteil: niedrigere Kosten. Kreditkartenzahlungen kosten den Wettanbieter zwischen 1,5 und 3 Prozent pro Transaktion. A2A-Zahlungen über Trustly sind für den Anbieter deutlich günstiger. Diese Ersparnis kann sich indirekt auf die Quoten auswirken – ein Anbieter, der weniger für Zahlungsabwicklung ausgibt, hat mehr Spielraum bei der Quotengestaltung. Das klingt nach Theorie, ist aber in der Praxis messbar: In Märkten, in denen A2A-Zahlungen dominieren, sind die durchschnittlichen Auszahlungsquoten tendenziell höher als in kreditkarten-lastigen Märkten.
Zukunft von Open Banking im Wettmarkt: Trends und Prognosen
Open Banking steht erst am Anfang seiner Entwicklung im Sportwettenbereich. Drei Trends zeichnen sich ab, die ich als Zahlungsanalyst besonders aufmerksam verfolge.
Erstens: Variable Recurring Payments. VRP erlauben es, wiederkehrende Zahlungen flexibel zu gestalten – anders als ein starres Lastschriftmandat können Betrag und Zeitpunkt variieren. Für Sportwetten könnte das bedeuten: automatische Aufladungen des Wettkontos, wenn das Guthaben unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Die Technologie existiert, die Implementierung im Gaming-Bereich steht aber noch aus.
Zweitens: Echtzeit-Auszahlungen. Während Einzahlungen über Open Banking bereits in Echtzeit funktionieren, dauern Auszahlungen noch ein bis drei Werktage. Das liegt weniger an der Technologie als an den bankseitigen Verarbeitungszyklen. Mit der Einführung von Instant SEPA Payments in der gesamten EU wird sich das ändern – Auszahlungen in Sekundenschnelle, rund um die Uhr, auch am Wochenende.
Drittens: Datengetriebener Spielerschutz. Open Banking ermöglicht es, finanzielle Daten für Affordability Checks zu nutzen – eine Überprüfung, ob sich ein Spieler seine Einsätze leisten kann. In Großbritannien ist das bereits regulatorisch vorgeschrieben. Österreich könnte diesem Beispiel folgen, insbesondere im Rahmen der anstehenden GSpG-Reform.
Was das für österreichische Wettende konkret bedeutet: Der Zahlungsprozess wird schneller, günstiger und sicherer. Die Technologie, die heute hinter Ihrer Trustly-Einzahlung steckt, ist erst der Anfang. Einen Überblick über den aktuellen Stand finden Sie in der zentralen Trustly-Analyse für Sportwetten.
Was bedeutet PSD2 konkret für Wettende in Österreich?
PSD2 verpflichtet österreichische Banken, ihre Schnittstellen für lizenzierte Zahlungsdienstleister wie Trustly zu öffnen. Für Sie als Wettenden bedeutet das: Sie können direkt über Ihr Online-Banking einzahlen, ohne ein separates Zahlungskonto zu benötigen. Gleichzeitig schützt PSD2 Sie durch die Pflicht zur starken Kundenauthentifizierung – jede Zahlung muss per TAN bestätigt werden.
Ist Open Banking sicherer als herkömmliche Zahlungsmethoden?
Open Banking bietet ein hohes Sicherheitsniveau, das dem von Online-Banking entspricht. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Zwei-Faktor-Authentifizierung ist der Schutz mindestens so stark wie bei einer regulären Banküberweisung. Im Vergleich zu Kreditkartenzahlungen hat Open Banking den Vorteil, dass keine Kartendaten übertragen werden, die missbraucht werden könnten.
Erstellt von der Redaktion von „Trustly Wetten“.